Autor: Susanne

Rot

Rot aktiviert, treibt an, erhöht den Blutdruck. Die starke Energie der Farbe wird deshalb auch gerne für Logos genutzt, wie bei der Firma aus der das Titelbild stammt. Das Rot des Schriftzuges kehrt als Akzentfarbe an jeweils einer Wand pro Raum wieder. So ergeben sich immer neue Dialoge von Rot und Offwhite, was in dem Großraumbüro identitätsstiftend und lebendig wirkt. Rot ist aber auch eine dominante Farbe und zu viel davon kann uns aggressiv machen, dann „sehen wir rot“.  Dieser Effekt  wird durch die sogenannte Kombinationsfarbe aufgebrochen. Damit ist die Farbe gemeint, die ansonsten im Raum vorherrscht. Da im Feng Shui Rot zum Feuerelement gehört, eignet sich zum Abschwächen der Energie eine Farbe aus dem Erdelement. Dies muss kein Braun sein. Ein beige abgetöntes Weiß oder ein erdiges Hellgrau sind ideale Kombinationsfarben für rote Wandakzente. In dunklen Abtönungen vermittelt Rot ein Gefühl von Geborgenheit. Es ist die klassische Farbe von Bars und  Lounges. Weinrot wirkt gleichzeitig anregend und entspannend. In der Chill out Area eines Großraumbüros, in dem viele Hobbymusiker arbeiten, wurde deshalb diese kräftige …

LICHT!

Ich freue mich immer auf die Abschlussbesichtigung, wenn das FARBE AN DIE WAND – Konzept umgesetzt wurde und alles eingerichtet ist. Manchmal allerdings wird diese Freude getrübt. Da komme ich in die frisch gestrichenen Räume, sehe zwar farbige Wände, aber die Ausstrahlung fehlt. Alles wirkt fahl und kalt. Ursache: falsche Beleuchtung.Etwa 300 Spektralfarben können wir wahrnehmen, wenn weißes Licht (Sonnenlicht) durch ein Prisma gebrochen wird. In der Natur heißt dieses Phänomen Regenbogen. Wir sehen die Farben, die im Licht enthalten sind. Weißes Licht ist also eigentlich bunt.

Venedig 2016 – Mein Report von der Front

Ihrem Titel „Reporting from the Front“ wird sie gerecht, die diesjährige Architekturbiennale in Venedig. In den einzelnen Pavillons, besser Rohbauvillen, werden von ausgewählten Architekten eines Landes Ideen präsentiert, wie Architektur auf  Themen wie Klimawandel und Bevölkerungsverschiebungen reagieren kann. 

Man soll die Farben feiern, wie sie fallen.

Besonders im Frühling, wenn das Fest der Farben ansteht. Da können wir uns ruhig ein Beispiel nehmen an der Natur. Zuerst wird das Grün kräftiger, dann knospt es weiß und dann knallt es Gelb, Forsythien und Narzissen. Dazwischen sprenkeln Krokusse in verschiedenen Farben den Boden und zur Krönung taumeln noch die bunten Köpfe der Tulpen über den Beeten. Auch wir verspüren im Frühling die Lust auf Veränderung. Weg mit dem Wintergrau! Mut zur Farbe, denn ein neuer Anstrich wirkt belebend. Und mit meinen Vorschaubildern kann auch nichts mehr schiefgehen. Wie bei der Erstellung des Konzepts für ein Treppenhaus.Also beruhigt ran an den Farbtopf ;-)

An Weihnachten denken

„Wie wenig wir doch wissen! Welche Farbe hat zum Beispiel ein weißer Tisch? Das kann niemand wissen, nur so viel ist sicher: Er ist alles andere als weiß. Was uns als Farbe erscheint, sind nur die Strahlen derjenigen Farbe, die reflektiert wird. Könnte es in vielen anderen Bereichen nicht ähnlich sein?“ Werner Braun, deutscher Aphoristiker Welche Farben verstecken sich also im Schnee? Leuchtendes Fest und einen prickelnden Jahreswechsel wünscht Farbe an die Wand.

Farbe gegen den Winterblues

Farben gegen den Winterblues

Im November spendet der Blick aus dem Fenster oft wenig Trost. Alles ist grau in grau. Ab Dezember kommt vielleicht noch etwas Weiß dazu, wenn man Glück hat. Bis sich die ersten Blätter zeigen, dauert es bis Anfang Mai. Das sind 6 Monate, ohne dass sich draußen farblich besonders viel tut. In dieser Zeit entwickelt sich bei manchen Menschen eine regelrechte Winterdepression. Diese entsteht durch Mangel an Tageslicht. Man sollte also auch an Regentagen mindestens eine halbe Stunde raus gehen. Aber auch Farben bringen Energie. Sich in hellen, farblich gut abgestimmten Räumen aufzuhalten, macht nicht nur im Winter gute Laune. Wir können uns sonnige Farben und Grün in die Wohnung holen. Das geht mit Orangen und Pflanzen oder mit einem neuen Farbanstrich. Häufig reichen Akzente, um die Stimmung im Raum zu verbessern. In der Küche wirkt eine orangefarbene Wand wie ein frisch gepresster Orangensaft, im Büro bringt Grün neue Kraft. Mut zur Farbe bringt Energie.

Praxis für Psychotherapie

Aufgabe Erstellen eines Farbkonzeptes für einen Praxiskomplex bestehend aus 4 Räumen und einem sehr großen Flur. Der 100qm große Praxiskomplex befindet sich im 1. Stock eines 1606 erbauten Edelgasthofes am Chiemsee. Bei meiner Frage nach der Zielvorstellung der Kundin kam das Wort Achtung, im Sinne von Staunen und Beachten als Erstes. Weiterhin soll die Praxis ein warmes Gefühl von Vertrauen und Sicherheit ausstrahlen und bei den Besuchenden ein Gefühl der Freude hinterlassen. Die drei Eigenschaften, die sich die Kundin für sich selbst in ihren Räumen wünscht, sind: frei, inspiriert, sicher.Konzept Mit der Zielvorgabe im Kopf wanderte ich vor der Heimfahrt noch um den Chiemsee. In einer Praxis für Psychotherapie darf man nicht zu viel Stimmung durch die Wandfarbe vorgeben, dachte ich.  Man müsste Farbigkeit ohne Farbe erzeugen. Aber wie? Die Lösung lag vor meinen Füßen. Mein Blick fiel auf die vielen kleinen Kieselsteine auf dem Weg. Sie hatten alle möglichen Weiß- und Grauschattierungen, bis hin zu schwarz. Na klar, dachte ich. Farbigkeit ganz ohne Farbe geht nicht, aber die Kombination neutralerer Farbtöne geht.So hieß das …

Das Farbkonzept

Am Ende jeder Farbberatung steht das Farbkonzept mit genauem Anstrichplan. Es dokumentiert, wie die Farbwahl zustande gekommen ist. Der Anstrichplan kann der Malerfirma als Handout dienen, oder die Orientierung für do-it-yourself Projekte sein. Hier ein Beispiel:       

Einrichtungsanalyse

Ein wichtiger Teil des Farbkonzeptes ist die Einrichtungsanalyse. Hier werden alle Elemente des Raumes aufgelistet, die farblich relevant und fix, also unveränderbar sind. Dazu gehören Böden, Tür- und Fensterrahmen, Beschläge, Möbel, Vorhänge, Kissen, Bezüge, Accessoires und alles, was fest im Raum verbleiben soll oder fest geplant ist. Bei der Einrichtungsanalyse geht es nicht nur um die Farbe der Elemente,

Braun

Braun wird als Wohnfarbe häufig unterschätzt. Dabei ist sie zum Ableiten zu starker Energien hervorragen geeignet. Brauntöne können appetitanregend sein und laden zum Verweilen ein. Bei Braun denkt man an Kaffeebohnen. Die helleren Abtönungen erinnern an Milchkaffee oder Vollmilchschokolade.  Viele Cafés sind in diesen Farben gestrichen. Braun steht aber auch für Erde. Frisch aufgeworfener Ackerboden hat einen satten dunkelbraunen Ton. Im Feng Shui gehört Braun zu den Erdfarben. Diese haben eine beruhigende Wirkung. Man hat das Gefühl, am richtigen Platz zu sein. Braun eignet sich also für alle Räume oder Bereiche, die Ruhe ausstrahlen und zum Pausieren einladen sollen. Allerdings sollte Braun durch Farbakzente oder hellere Töne aufgelockert werden, wenn man verhindern will, dass die Energie ins Stocken gerät.